Informationen über Litauen |
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Allgemeine Daten
| Gebiet | 65'300 km2 |
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| Grenzen |
1'573 km |
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| Einwohner | 3'700'000 |
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| Bevölkerung | 81,4 % Litauer, 8,3 % Russen, 6,9 % Polen, 1,5 % Weissrussen, 1 % Ukrainer u.a. |
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| Religionen | Hauptsächlich römisch-katholisch |
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| Stadtbewohner % | 67,2 % |
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| Sprache | Litauisch |
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Makroökonomische Daten
| Basis: Jahr 2006 | |
| Reales Brutto-Inlandprodukt (BIP), Veränderung gegenüber Vorjahr | 7,4 % |
| Konsumentenpreise, Anstieg gegenüber Vorjahr | 3,8 % |
| Arbeitslosenquote, Jahresdurchschnitt | 5,8 % |
| Leistungsbilanzsaldo, in % des BIP | - 8,8 % |
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Politische Daten
| Offizieller Name | Republik Litauen |
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| Hauptstadt |
Vilnius (550.000 Einwohner) |
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| Regierungsform | Parlamentarische Demokratie |
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| Präsident | Valdas Adamkus |
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| Premierminister | Andrius Kubilius |
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| Höchste Justizinstanz | Oberster Gerichtshof |
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| Wahlsystem | Direkte / Proportionale Vertretung |
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| Volljährigkeit | 18 Jahre |
Litauen
liegt genau im Zentrum Europas, an der
Ostküste der Ostsee. Der Meeresanstoss beträgt 100 km. Im Norden grenzt
Litauen an Lettland, im Osten an Weissrussland und im Süden an Polen und das
russische Kaliningrad.
Die Fläche Litauens beträgt 65'000 km2 und ist somit um die Hälfte grösser als die Schweiz. Litauens Landschaft ist flach, der höchste Punkt mit knapp 300 m über Meeresspiegel ist der Berg Juozapines. Litauen ist reich an Seen, welche 1,5 % der Landesfläche umfassen. Die grössten Wälder Litauens befinden sich im Süden und im Nordosten. Im Vergleich zu den zwei anderen baltischen Ländern hat Litauen am Meisten Kulturland. Etwa 1/3 des Landes ist vom Mischwald bedeckt. In den Laub- und Mischwäldern leben Wildschweine und Rehe, in den nordischen Nadelwäldern Elche, Luchse und sogar Wölfe.
Das mässige Klima, wie auch die Einzigartigkeit und der Vielfalt des Fauna und der Flora, ist erklärbar durch die geografische Lage Litauens. Das Land befindet sich in einer Übergangszone zwischen dem kontinentalen Klima Osteuropas und dem milden maritimen Klima. Dies hat zur Folge, dass die Sommer nicht sehr heiss (+17° C) und die Winter entsprechend nicht allzu kalt sind (-3/-6° C).
Von den 3,7 Mill. Einwohnern Litauens sind 80% Litauer. Sie gehören der römisch-katholischen Kirche an, was für die Erhaltung der nationalen Identität unter der ateistischen Sowjetherrschaft eine wichtige Rolle gespielt hat. Das Litauische ist eine indogermanische Sprache und ist mit Lettisch die einzige noch lebende baltische Sprache.
Die heutige Staatsflagge
Litauens wurde 1918 festgelegt und nach der sowjetischen Okkupation 1939-1991
wieder anerkannt. Die drei Farben symbolisieren die edelsten geistigen Werte des
litauischen Volkes und die Schönheit des Landes.
Gelb: die Sonne, versinnbildlicht Licht und Wohlergehen.
Grün: steht für die Schönheit der Natur, für die Hoffnung und die Freude
Rot: symbolisiert das Blut, das Leben und die Erde, alles, was die Litauer mit Mut und Opferbereitschaft im Kampf um ihre Freiheit verteidigt haben.
Das litauische Wappen
stammt ursprünglich aus dem Jahr 1366 und ist somit eines der ältesten
Staatswappen in Europa. Es stellt einen litauischen Reiter (= vytis) dar, der
die Heimat verteidigt.
Die eigentliche Geschichte Litauens fängt um 1230 an, als der Grossfürst Mindaugas das Grossfürstentum Litauen gründete. Der Schwertritterorden und der Deutsche Orden wollten verschiedentlich das Land kolonialisieren und christianisieren, beschleunigten aber nur dadurch die Vereinigung der Kräfte der einzelnen Fürstentümer. Ende 14. Jh. reichte das litauische Grossfürstentum fast bis zum Schwarzen Meer. Mitte 1500 wurden Litauen und Polen zu einem gemeinsamen Staat verbunden, der im Laufe des 17. Jh. jedoch so geschwächt wurde, dass er in der 3. Polnischen Teilung 1795 aufhörte, als Staat zu existieren. Als Teil des zaristischen russischen Reiches wurde Litauen weitgehend russifiziert.
Im Februar 1920 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen. Die so schwer im Unabhängigkeits-krieg 1919-20 verteidigte Freiheit wurde jedoch 1939 durch den geheimen Hitler-Stalin-Pakt beendet. Litauen fiel unter die Herrschaft der Sowjetunion. 1991 brachte schliesslich den Durchbruch in die Unabhängigkeit.
Die Hauptstadt Vilnius, „die grüne Stadt“ (1/3 der Stadtfläche ist von Parks und Grünanlagen bedeckt), zählt ca. 600'000 Einwohner, von denen etwa die Hälfte Litauer sowie je 20% Russen und Polen sind. Zum Wahrzeichen der Stadt und der nationalen Identität ist der aus Ziegeln gebaute, achteckige Gediminias-Turm geworden. Von der Plattform aus geniesst man einen beeindruckenden Aussicht über die ganze Stadt.
Ein lohnendes Reiseziel ist die Burg Trakai (27 km südöstlich von Vilnius). Das gotische Wasserschloss aus dem Mittelalter liegt auf einer Insel und ist zu einer Art Nationalheiligtum geworden. Die Ortschaft Trakai selbst ist eine alte und sehenswerte Stadt.
Das Teufelsmuseum in Kaunas
beherbergt verschiedenste Teufelsdarstellungen. Diese einzigartige Sammlung
zeigt eine eine Differenz zwischen dem litauischen Folklore und dem christlichen
Glauben in Bezug auf die Auffassung über den Teufel. In der litauischen
Mythologie ist der Teufel eher ein Trickser und der grosse Magier und ist nicht
vergleichbar mit dem christlichen Satan.
Die Hauptattraktion von Siauliai ist der Berg der Kreuze, ein Symbol für den neu erstarkenden katholischen Glauben und die Unabhängigkeit des Landes.
Der Nationalpark Kurische Nehrung ist eine Landschaft ganz besonderer und einzigartiger Natur. Sie besteht aus einer schmalen, rund 100 km langen Landzunge aus Sand. Sandwüsten wechseln sich mit riesigen Kiefer- und Birkenwäldern. Die Nehrung ist ein Urlaubsparadies, das zu den schönsten Ferienzielen Europas gehört.